Ausgräberinnen, Forscherinnen, Pionierinnen

Inhalt

Die ersten Archäologinnen waren im doppelten Sinne Pionierinnen. Sie leisteten wichtige Beiträge zur Entwicklung ihrer akademischen Fächer und übernahmen zudem auf Ausgrabungen, in Museen und Universitäten für Frauen in der damaligen Zeit ganz ungewöhnliche Aufgaben. Im zehnten Band der Reihe Frauen – Forschung – Archäologie wird plastisch dargestellt, was es für Frauen ab Mitte des 19. Jahrhunderts hieß, Archäologin zu sein. Die Haltungen von Familien und sozialem Umfeld zu den grabenden und forschenden Frauen werden ebenso geschildert wie Förderung und Behinderung durch eine männlich geprägte Fachwelt, die Schwierigkeiten, die es den Frauen bereitete, Archäologie und Familie unter einen Hut zu bringen und die dauerhafte Würdigung in der Fachgeschichte. Von der frühesten sächsischen Archäologin über Pionierinnen der Klassischen Archäologie in den USA und Großbritannien bis zur ersten Professorin in der Türkei werden Porträts von 19 Frauen gezeichnet, von denen jede auf ihre Weise archäologisches Neuland erschloss.

 

Pressestimmen

„Jane Ellen Harrison und Harriet Ann Boyd Hawes haben unterschiedliche Wege beschritten – und doch eint sie viel mehr als sie trennt. Beide zählen zu den führenden Archäologinnen des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, beide gehören zu den ersten Frauen in diesem Beruf und waren damit Vorreiterinnen. Beider Leben erscheint ungewöhnlich für ihre Epoche. Ein neues Buch stellt die Biographien von Jane Ellen Harrison und Harriet Ann Boyd Hawes vor: In ,Ausgräberinnen, Forscherinnen, Pionierinnen‘ porträtieren verschiedene Autorinnen [und Autoren] die Lebenswege von 19 Frauen, die ihren Traum von einer Arbeit als Wissenschafterin in zumeist schwieriger Zeit verwirklicht haben.“
Pamela Dörhöfer in Frankfurter Rundschau vom 19.08.2013, S. 28: Forscherinnen wider den Zeitgeist

,,Frauen als anerkannte Archäologinnen – im späten 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert war das eine Seltenheit. Umso bemerkenswerter, was Dr. Doris Gutsmiedl-Schümann, Archäologin an der Universität Bonn, gemeinsam mit anderen Autorinnen und Autoren zusammengetragen hat.“
Annette Claus im Bonner Generalanzeiger vom 19.11.2013, Seite „Hochschulen und Wissenschaft“: Pionierinnen der Archäologie. Gleich zwei Altertumskundlerinnen der Kaiserzeit studierten in Bonn

Der ganze Artikel ist nachzulesen unter:
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/wissenschaft/Portraetband-Gleich-zwei-Altertumskundlerinnen-der-Kaiserzeit-studierten-in-Bonn-article1199033.html

,,Insgesamt sind die Beiträge hervorragend recherchiert, wissenschaftlich aufgearbeitet und mit reichlich Quellenangaben und weiterführender Literatur versehen. Bei aller Sachlichkeit spiegelt sich die Freude an der Spurensuche nach den frühen Pionierinnen – irgendwie auch eine Art Archäologie – in den Texten wider. Damit ist den Herausgeberinnen und den AutorInnen ein beeindruckendes Werk gelungen. Es bleibt zu hoffen, dass es fachübergreifend Verbreitung findet und zu einer verstärkten Beachtung der Leistungen von Frauen im Wissenschaftsbetrieb führt. [...] Der Band sollte auf ein Forschungsdesiderat aufmerksam machen, was ihm ohne Zweifel gelungen ist.“
Sandra Busch-Hellwig in Nachrichten aus Niedersachsens Urgeschichte 83, 2014, 195-199

,,In summary, the book gives interesting insights into the struggles that nineteenth and twentieth-century women had to endure in order to embark on a career [...]. It is a powerful reminder of how much we as female archaeologists today owe our pioneering champions.“
Katharina Rebay-Salisbury in European Journal of Archaeology 18 (3) 2015, 537-540

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