Concepts of Femininity/Masculinity


Das dritte Geschlecht - Verfemte Funktionsträger?
Vortrag oder Workshop
Ausstattung: Beamer/DVD-Player, Lautsprecher, Videorecorder und Overheadprojektor. Die Planung erfordert einen längeren Vorlauf.

Am Beispiel der Eunuchen lassen sich Männlichkeitskonzepte der Antike und das Funktionieren höfischer Gesellschaft erarbeiten. Bei dieser Thematik bietet sich immer ein Vergleich mit anderen Epochen und Kulturen als der Antike an.

Dr. Anja Wieber
Ruinenstraße 8
44287 Dortmund
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Schwule Höhlenmenschen und andere Ausnahmen von der Regel: Geschlechterkonstruktionen in der Archäologie
Vortrag / PowerPoint-Präsentation

Im Frühjahr 2011 wurde weltweit die Entdeckung einer archäologischen Sensation verkündet. Es hieß, ein tschechisches ArchäologInnenteam hätte in einem Prager Vorort das gut 5000 Jahre alte Grab des ersten nachweislich schwulen Mannes gefunden. Was macht diesen Fund, der als „schwuler Höhlenmensch“ berühmt wurde, so besonders? Wie kommen ArchäologInnen zu Aussagen über das Geschlecht, mögliche Geschlechterrollen oder sexuelle Identitäten einer verstorbenen Person, wenn sie nur ein Skelett und Grabbeigaben als Quellen haben? Am Beispiel des „schwulen Höhlenmenschen“ und anderer, als Ausnahmen von der Regel gedeuteter, Bestattungen stellt die Archäologin und Ethnologin Sibylle Kästner Mechanismen der archäologischen Geschlechterkonstruktion vor.

Dr. Sibylle Kästner
Münsterer Str. 32
51063 Köln
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Jagende Sammlerinnen und sammelnde Jägerinnen. Wie australische Aborigines-Frauen Tiere erbeuten
Vortrag / PowerPoint-Präsentation

Die Archäologin und Ethnologin Sibylle Kästner hat die unbekannte Welt australischer Aborigines-Frauen beim Beutemachen erforscht. In ihrem Vortrag räumt sie mit dem Stereotyp auf, Jagd sei eine Männerdomäne. Vielmehr ist das Erbeuten von Tieren in den Lebenszyklus und die religiöse Welt der Aborigines-Frauen eingebettet, wozu auch ihre aktive Teilhabe an Zeremonien zur Beutevermehrung gehört. Nach einer Einführung in die Jagdmethoden, die Ausrüstung und das Tierspektrum der Aborigines-Frauen geht es um die Frage, welche Relevanz die vorgestellten Ergebnisse für unsere aktuelle Geschlechterdebatte besitzen.

Dr. Sibylle Kästner
Münsterer Str. 32
51063 Köln
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Mit Grabstock, Schlinge oder Pfeil und Bogen. Jägerinnen im Spiegel ihrer Zeugnisse
Vortrag / PowerPoint-Präsentation

Wer kennt sie nicht – Artemis, die griechische Göttin der Jagd, ausgerüstet mit Pfeil und Bogen. Doch Jägerinnen existieren nicht nur in der Mythologie. Durch Funde aus prähistorischen Gräbern, aus ethnologischen Berichten und historischen Quellen wissen wir, dass es immer wieder Frauen gab, die auf ganz unterschiedliche Art und Weise Tiere gefangen oder gejagt haben. An diesem Abend besteht die Gelegenheit, mehr über derartige Frauen, über Bogenschützinnen und ihre berühmtesten Vertreterinnen, die Amazonen, zu erfahren.

Dr. Sibylle Kästner
Münsterer Str. 32
51063 Köln
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Gene. Geschichte(n). Geschlechter. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Soziobiologie
Vortrag / PowerPoint-Präsentation

Biologische Erklärungen für sozial konstruierte Geschlechter(unterschiede) sind wieder in Mode. Die Soziobiologie vertritt die Auffassung, Frauen seien durch Gene, Hormone und Hirnareale zu Nesthüterinnen, Männer zu Jägern bestimmt. Gegen Lohn arbeitende Frauen und Kinder hütende Männer sind Verleugnung eines urzeitlich festgelegten biologischen Programms. Zur Untermauerung ihrer Thesen zieht die Soziobiologie Erkenntnisse von Biologie, Primatologie, Archäologie, Ethnologie und Psychologie heran. Doch bei genauerer Betrachtung stellt sich vieles von dem, was von SoziobiologInnen scheinbar wissenschaftlich abgesichert präsentiert wird, als äußerst selektiv, fehlerhaft und mithin nicht haltbar heraus. Im Vortrag werden soziobiologische Geschlechter-Theorien unter die Lupe genommen. In der anschließenden Diskussion besteht Gelegenheit, gemeinsam zu überlegen, ob und wie(weit) wir uns dem „Diktat der Gene“ entziehen können und/oder müssen.


Dr. Sibylle Kästner
Münsterer Str. 32
51063 Köln
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