Im vergangenen Jahr wurde in Berlin an der Freien Universität die Veranstaltung „FRAUENRAUB. Wahrheit oder Mythos?! – Interdisziplinäre Tagung zum Frauenraub im Altertum“ durchgeführt. Die Veranstaltung fand einen starken Widerhall und es folgten verschiedene Radio- und Zeitungsbeiträge. Erst vor Kurzem griff die Zeitschrift Antike Welt „Frauenraub im Altertum“ als Titelthema auf.

Nun soll eine wissenschaftliche Publikation folgen, die die Tagungsergebnisse aufgreift und um einige zusätzliche Beiträge erweitert. Für eine möglichst umfassende Betrachtung des Themas wünschen sich die Herausgeberinnen weitere Beiträge aus allen archäologischen Fächern sowie deren Nachbardisziplinen.

Die Beiträge des geplanten Sammelband sollen sich inhaltlich kritisch mit der Verwendung des Begriffs „Frauenraub“ auseinandersetzen, seine Objektivierung diskutieren sowie Fallbeispiele aus den Geschichts- und Altertumswissenschaften heranziehen und zu interpretieren versuchen.

Ziel ist es, archäologische Befunde aus verschiedenen zeitlichen und kulturellen Zusammenhängen auf die Nachweisbarkeit eines „Frauenraubes“ zu untersuchen, gedacht im Sinne eines unfreiwillig translozierten Individuums zum Zweck der Arbeitssklaverei und / oder der sexuellen Ausbeutung. Es sollen darüber hinaus Potentiale und Probleme der Nachweisbarkeit und des damit verbundenen Erkenntnisgewinns problematisiert werden. Weiterhin stehen die Narrativität des Phänomens in den Quellen und seine Rezeption(sgeschichte) im Fokus.

Besonders Vertreter*innen der Ägyptologie, Religionswissenschaft, Ur- und Frühgeschichte sowie Personen aus dem Bereich der Vorderasiatischen Archäologie, Altorientalistik bzw. Iranistik sind aufgerufen, ein kurzes Abstract an die Herausgeberinnen zu versenden.

Frist: 15. Oktober 2019

Abstracts an:

Katja Winger: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Christin Keller: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!