Am 1. Juni wurde die Ausstellung „Sie teilten ihr Schicksal! Die Frauen und die Kosakentragödie von Lienz 1945“ zum 75. Jahrestag der Ereignisse rund um kosakische Verbände, die im Lienzer Talkessel strandeten und schließlich nach Russland deportiert wurden, eröffnet. Die von Harald Stadler und Philipp Lehar vom Institut für Archäologien in Innsbruck kuratierte Ausstellung befasst sich erstmals mit der Geschichte und den Biographien von Frauen und bricht damit das übliche soldatische Bild, das von den Ereignissen gezeichnet wird. Zudem wird dieses historische Kapitel durch neue archäologische Funde illustriert, die die Frage stellen: Was bleibt von solchen Ereignissen an materieller Kultur erhalten?

Gerade in feministischer Perspektive ist das Projekt interessant, die Texte und Darstellungen werfen aber auch weitere Fragen auf, wie Frauen hier gezeigt werden und welche Geschichten erzählt werden (können). Und auch, wie erzählt wird und schlussendlich: von wem?

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