(English version below)

Zum 30. FemArc-Jubiläum wollen wir im Schlossmuseum Linz Fragen zum Zusammenhang von Arbeit und Geschlecht nachgehen. Dabei sollen sowohl archäologische Beispiele als auch Erfahrungen zur modernen archäologischen Arbeitswelt vorgestellt werden sowie die Verflechtungen von Arbeit und Geschlecht auf einer theoretischen Ebene erörtert werden.

Im Rahmen der Fallbeispiele aus den archäologischen Disziplinen wird hinterfragt, inwieweit die Geschlechtszugehörigkeit oder –zuschreibung mögliche Beschäftigungsfelder einzelner Individuen beeinflusst, bzw. diese bedingt. Hierbei steht auch die Frage nach dem Wissen von Expert*innen und der damit verbundenen Macht im Fokus. Eine Rolle spielt zudem der Zusammenhang mit anderen sozialen Kategorien wie dem Alter, dem Status und/oder dem sozialen Milieu. Darüber hinaus soll auch diskutiert werden, was wir in der Archäologie unter Begriffen wie „Arbeit“, „Wissen“ oder „Spezialisierung“ eigentlich verstehen können und für wen sie verwendet werden.

Forschungsgeschichtliche Aspekte zu Arbeit und Geschlecht sollen kritisch hinterfragt werden. Dies betrifft vor allem vorschnelle Ansprachen der Tätigkeit Einzelner wie auch ganzer Genusgruppen aufgrund von Analogieschlüssen zu modernen und subrezenten Gesellschaften. Einen weiteren Aspekt stellen kritische Betrachtungen von stereotypen Interpretationsmustern dar, welche noch immer unreflektiert tradiert werden.

Im Zusammenhang mit unseren aktuellen Arbeits- und Ausbildungsbedingungen werden die Geschlechtergerechtigkeit in der Archäologie sowie mögliche Verbesserungen und Alternativen zu bisherigen Verhältnissen diskutiert. Wie sieht es für heutige Archäolog*innen im Feld des Berufs aus: Können sie ihre im Studium erworbenen Qualifikationen adäquat auf dem Arbeitsmarkt umsetzen? Welche Schranken und gläsernen Decken gibt es immer noch auf dem Weg zur Karriere (Hierarchisierung und Segregation des Arbeitsmarktes) und wie können diese aufgebrochen und verändert werden?

Auf der Tagung willkommen sind somit Beiträge sowohl zu den theoretischen Aspekten von Geschlecht und Arbeit als auch Beiträge, die sich mit der Anwendungsebene beschäftigen, sei es in den verschiedenen Archäologien oder im archäologischen Betrieb. Pro Vortrag sind 20 Minuten plus 10 Minuten Diskussion vorgesehen. Tagungssprachen sind Deutsch und Englisch. Wir freuen uns über aussagekräftige Abstracts (ca. 200 Wörter) sowie eine Weiterleitung des CfP an interessierte Kolleg*innen.

Anmeldeschluss für Vorträge ist der 28. Februar 2021.

Kontakt und Adresse für die Abstracts: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Organisatorinnen: Julia Hochholzer, Melanie Janßen-Kim, Jutta Leskovar, Ulrike Rambuscheck, Sophie Rotermund, Clara Schaller, Katja Winger

 

 

Gender at work!

Work, knowledge and expertise in gender archaeology

Anniversary conference on the occasion of 30 years of FemArc – Netzwerk archäologisch arbeitender Frauen e.V.

in cooperation with Oberösterreichische Landes-Kultur GmbH

Linz, October 01–03, 2021

 

Call for papers

For the 30th FemArc anniversary taking place in the Schlossmuseum Linz, we want to pursue questions about the connection between work and gender. Archaeological examples as well as experiences with the modern archaeological world of work will be presented and the entanglements between work and gender will be discussed on a theoretical level.

In the context of case studies from the archaeological disciplines, the extent of influence or determination that gender has on possible fields of employment for individuals will be scrutinised while also focusing on expert knowledge and the power associated with it. The connection with other social categories such as age, status or social background also plays a role. In addition, it should also be discussed what terms such as “work”, “knowledge” or “specialization” actually mean and to whom they are attributed in an archaeological context.

Previous research approaches concerning work and gender should be challenged, especially regarding the hasty definition of activities of individuals or gender groups based on conclusions drawn from analogies with modern and subrecent societies. Furthermore, stereotypical patterns of interpretation, which are still passed on without reflection, shall be carefully considered.

In association with our current conditions regarding work and education, gender equality in the archaeological branch as well as possible improvements and alternatives to previous conditions are discussed. What about today’s archaeologists in the sector: Can they adequately implement the qualifications they have acquired during their studies on the job market? What barriers and glass ceilings are still there on the way to a career (hierarchization and segregation of the labour market) and how can these be broken down and changed?

Therefore, contributions regarding the theoretical aspects of gender and work as well as contributions dealing with their respective application are welcome at the conference, be it in the context of the various archaeological branches or in archaeological operations. 20 minutes speaking time plus 10 minutes of discussion are planned for each presentation. The conference languages are German and English. We look forward to informative abstracts (approx. 200 words). Please forward the CfP to interested colleagues.

Registration deadline for lectures is February 28, 2021.

Contact and address for the abstracts: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Organizers: Julia Hochholzer, Melanie Janßen-Kim, Jutta Leskovar, Ulrike Rambuscheck, Sophie Rotermund, Clara Schaller, Katja Winger