Family Affairs? The Intergenerational Transmission of Religious Knowledge

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Call for Papers

Die Tagung fragt nach den Möglichkeiten und Formen intergenerationeller Tradierung von religiösem Wissen im Altertum. „Religiöses Wissen“ wird dabei im weitesten Sinn definiert: also nicht nur Dogmen und eine wie auch immer geartete Theologie, sondern auch Mythen und Heiligenlegenden, Bilder, Rituale, Wissen um heilige Orte, Verhaltenscodes, Dresscodes u.v.a. Untersucht werden sollen sowohl die Akteure der intergenerationellen Tradierung als auch die Arten und Weisen, wie religiöses Wissen strukturiert und festgehalten wurde: Wurde das Wissen hauptsächlich in den Haushalten von den Eltern, Familienangehörigen oder anderen Personen an die Kinder weitergegeben? Oder handelte es sich um haushaltsferne Angelegenheiten, die beispielsweise von Priestern und Priesterinnen oder religiösen Vereinigungen übernommen wurden? Weiterführende Fragen betreffen die räumlichen Kontexte der Tradierung und deren zeitliche Organisation: beispielsweise bei der periodischen Pflege der Gräber bereits verstorbener Familienmitglieder oder bei regelhaften Zusammenkünften in Heiligtümern, Kirchen oder Synagogen. Gefragt wird ferner nach den spezifischen Formen, durch die religiöses Wissen bewahrt, modifiziert und weitergegeben wurde. Welche Rolle spielte dabei das Erzählen von Mythen und Legenden, das Erklären von Bildern, die Einführung ins Ritual? Fand die Tradierung vor allem durch Nachahmung und stete Wiederholung statt?

Die Tagung soll einen Einblick in die verschiedenen Epochen der griechisch-römischen Antike geben, mit einem Rückblick auf vergleichbare Phänomene in der Bronzezeit. In ihrer Gesamtheit sollen die Beiträge der geplanten Tagung einen Überblick über die verschiedenen Quellengattungen geben, die zur Beantwortung der oben genannten Fragen zur Verfügung stehen: archäologische Befunde, antike Bilder, Inschriften und Texte. Gleichfalls erwünscht sind Beiträge, die sich mit forschungsgeschichtlichen Aspekten befassen.

Die Konferenzsprachen sind Englisch und Deutsch.

Veranstalterinnen: Prof. Dr. Susanne Moraw und Prof. Dr. Natascha Sojc

Bitte senden Sie Ihren Vorschlag bis 10. Oktober 2021 an:

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Family Affairs? The Intergenerational Transmission of Religious Knowledge

29.-30. April 2022 at Augsburg University, Germany

 

Call for Papers

 

The conference aims to explore the possibilities and forms of intergenerational transmission of religious knowledge in antiquity. For this purpose, "religious knowledge" is defined in the broadest sense: not only dogma and theology, but also myths and legends of saints, images, rituals, knowledge of sacred places, codes of conduct, dress codes, etc. The conference will examine both the actors of intergenerational transmission and the ways in which religious knowledge was structured and stored: Was this knowledge mainly passed on from parents (or other household members) to children? And did other channels of transmission exist, as for example teaching by priests and priestesses or learning provided by religious groups? Further questions concern the spatial contexts of transmission and their temporal organization: for example, in the periodic care of the graves of already deceased family members or in regular gatherings in sanctuaries, churches or synagogues. The specific forms through which religious knowledge was preserved, modified and passed on are also being investigated. What role did the telling of myths and legends, the explanation of images, the introduction to ritual play? Did transmission take place mainly through imitation and constant repetition?

The conference will provide an insight into the different epochs of Greco-Roman antiquity, with a backward glance at comparable phenomena in the Bronze Age. Contributions should deal with one or more of the questions mentioned above, using as sources archaeological findings, ancient images, inscriptions and/or texts. Contributions dealing with aspects of research history are also welcome.

The conference languages are English and German.

Organizers: Prof. Dr. Susanne Moraw and Prof. Dr. Natascha Sojc

Please send your proposals till 10th October 2021 to:

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