Bericht zur Podiumsdikussion „FLINTA* im Feld – Arbeitsbedingungen, Herausforderungen & Perspektiven für FLINTA* in der Feldarchäologie“ am 14.02.2026

Bei­trag von Cla­ra Schal­ler und Danie­la Hel­ler, 10.7.2026

Am 14.02.2026 fand die von Fem­Arc orga­ni­sier­te Online-Podi­ums­dis­kus­si­on „FLINTA* im Feld“ statt. Rund 50 Inter­es­sier­te nah­men dar­an teil und mach­ten deut­lich, wie groß das Bedürf­nis ist, über Arbeits­be­din­gun­gen, Dis­kri­mi­nie­rung und struk­tu­rel­le Ver­än­de­run­gen in der Feld­ar­chäo­lo­gie ins Gespräch zu kom­men.
Auf dem Podi­um dis­ku­tier­ten Sarah Wolff (Geschäfts­füh­re­rin Archäo­lo­gi­sche Dienst­leis­tun­gen Wolff), Sven­ja Par­t­heil (Prä­si­den­tin CIfA Deutsch­land), Hen­drik Hoff­mann (Vor­stand CIfA Deutsch­land, Betriebs­rat SPAU GmbH und AK Arbeitnehmer:innen Archäo­lo­gie), Bir­git Anzen­ber­ger (Geschäfts­füh­re­rin Anzen­ber­ger & Leicht) sowie Prof. Dr. Katha­ri­na Rebay-Salis­bu­ry (Uni­ver­si­tät Wien/ÖAW). Die Mode­ra­ti­on über­nahm Mari­ka Vet­ter von Frauen*Bauen.
Den Auf­takt bil­de­ten kur­ze Impuls­vor­trä­ge der fünf Podi­ums­gäs­te. An den Anfang gestellt wur­den die Ergeb­nis­se einer von der Uni Wien durch­ge­führ­ten Umfra­ge zu Dis­kri­mi­nie­rung, Sexis­mus und sexu­el­ler Beläs­ti­gung in der Archäo­lo­gie und die Aus­stel­lung „Archäo­se­xis­mus“ . Im Fol­gen­den wur­den Hand­lungs­mög­lich­kei­ten durch CIfA und betrieb­li­che Mit­be­stim­mung the­ma­ti­siert und Ein­bli­cke in inter­na­tio­na­le Ansät­ze für inklu­si­ve Arbeits­be­din­gun­gen gege­ben, ins­be­son­de­re mit Blick auf Men­schen mit Care-Ver­ant­wor­tung und ihre ihre Ansprü­che an ein gutes Arbeits­um­feld.
Der anschlie­ßen­den mode­rier­ten Dis­kus­si­on der Podi­ums­gäs­te folg­te die Öff­nung des Podi­ums für alle Teil­neh­men­den. In den Wort­bei­trä­gen stan­den Fra­gen zu Arbeits­si­cher­heit, Arbeits­tei­lung sowie bestehen­den Unter­stüt­zungs- und Beschwer­de­struk­tu­ren im Mit­tel­punkt. Ein wich­ti­ger Punkt war die Not­wen­dig­keit kla­rer Zustän­dig­kei­ten und trans­pa­ren­ter Ver­fah­ren, damit Betrof­fe­ne wis­sen, an wen sie sich im Fall von Dis­kri­mi­nie­rung oder Über­grif­fen wen­den kön­nen. Dabei reicht es jedoch nicht aus, for­ma­le Ansprech­per­so­nen oder Beschwer­de­we­ge zu schaf­fen. Genau­so wich­tig ist es, eine Atmo­sphä­re schaf­fen, in denen Men­schen sich sicher füh­len, Erfah­run­gen zu tei­len und Unter­stüt­zung in Anspruch zu neh­men.
Auf­sei­ten der Organisator:innen ent­stand der Ein­druck, dass die gro­ße Reso­nanz auf das The­ma sich nicht voll­stän­dig in der Dis­kus­si­on wider­spie­gel­te. Obwohl vie­le Teil­neh­men­de beton­ten, wie wich­tig der Aus­tausch ist, blie­ben per­sön­li­che Wort­mel­dun­gen eher zurück­hal­tend. Sicher spiel­te dabei auch das Online­for­mat eine Rol­le. Das Feed­back aus dem Publi­kum hat uns aber noch ein­mal vor Augen geführt, dass wir künf­tig stär­ker dar­auf ach­ten müs­sen, aus­rei­chend Raum für Bei­trä­ge aus dem Publi­kum zu schaf­fen und unter­schied­li­che Per­spek­ti­ven gezielt ein­zu­be­zie­hen. Eine Teil­neh­me­rin lob­te in ihrem schrift­li­chen Feed­back zwar aus­drück­lich die Awa­re­ness-Struk­tu­ren der Ver­an­stal­tung, wünsch­te sich aber mehr Rede­zeit für das Publi­kum und eine akti­ve­re Ein­bin­dung ver­schie­de­ner Beschäf­tig­ten­grup­pen. Die­se Rück­mel­dung neh­men wir sehr ernst.
Wir bedan­ken uns herz­lich bei der Podi­ums­run­de, allen Teil­neh­men­den und Unterstützer*innen für den offe­nen Aus­tausch. Die Ergeb­nis­se der Ver­an­stal­tung sol­len in einer Bro­schü­re ver­öf­fent­licht wer­den.

Porträt Brigitte Röder

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