Jana Esther Fries

Jana Esther Fries

FemArc

Dr. Jana Esther Fries

Jahr­gang 1969

Stu­di­um der Ur- und Früh­ge­schich­te, Klas­si­schen Archäo­lo­gie und Päd­ago­gik in Gie­ßen und Kiel, Magis­tra 1995, Pro­mo­ti­on 2004, Dis­ser­ta­ti­on über „Die Hall­statt­zeit im Nörd­lin­ger Ries“, seit 1996 Gra­bungs­lei­tun­gen in Sach­sen, Sach­sen-Anhalt, Bran­den­burg. und Rhein­land-Pfalz. Seit 2007 Gebiets­re­fe­ren­tin beim Nie­der­säch­sisch­sen Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge für den Bezirk Weser-Ems.

For­schungs­in­ter­es­sen: Hall­statt­zeit, Sied­lungs­ar­chäo­lo­gie, femi­nis­ti­sche Archäo­lo­gie.

Seit sei­ner Grün­dung aktiv im Netz­werk archäo­lo­gisch arbei­ten­der Frau­en, Co-Spre­che­rin der AG Geschlech­ter­for­schung

Publi­ka­tio­nen (Aus­wahl)

Herausgabe

2007 mit Ulri­ke Ram­bu­scheck u. Gise­la Schul­te-Dorn­berg, Sci­ence oder Fic­tion? Geschlech­ter­rol­len in archäo­lo­gi­schen Lebens­bil­dern [Tagung Frankfurt/Oder 2005] Frau­en – For­schung – Archäo­lo­gie 7 (Müns­ter – New York – Mün­chen – Ber­lin 2007).
2005 mit J.K. Koch, Aus­ge­gra­ben zwi­schen Mate­ri­al­clus­tern und Zeit­schei­ben. Per­spek­ti­ven zur archäo­lo­gi­schen Geschlech­ter­for­schung [Tagung Ingol­stadt 2003] Frau­en – For­schung – Archäo­lo­gie 6 (Müns­ter – New York – Mün­chen – Ber­lin 2005).
1995 mit H. Brandt und J.K. Koch, Frau­en – For­schung – Archäo­lo­gie [Tagung Tübin­gen 1994] (Müns­ter 1995)..

Monographie

2005 Die Hall­statt­zeit im Nörd­lin­ger Ries. Mate­ri­alh. Baye­ri­sche Vor­gesch. 88 (Kall­münz 2005).

Aufsätze

 2008 Unge­ahn­te Ein­bli­cke – Die Sanie­rung der Lam­ber­ti­kir­che legt ein Stück des spät­go­ti­schen Bau­es offen. Olden­bur­ger Jb. 108, 2008, 237–242.
2008 mit H.J. Albers, D. Glatt­haar, G. Harms, H. Schip­per und G. Stahn, Die mit­tel­al­ter­li­che Sied­lung Hofe bei Papen­burg – Bag­gern und Schläm­men an der Mey­er­werft. Ems­land-Jb. 55, 2008, 260–266.
2008 Burg zwi­schen Fluss und Moor – der Olden­bur­ger „Hei­den­wall“. Arch. Nie­der­sach­sen 2008, 56–59.
2008 mit D. Nord­holz, Arbei­ten am Ufer der Soes­te. Ebd. 84–87.
2008 mit H.-W. Hei­ne, Der „Hei­den­wall“ in Olden­burg (Oldb.). Eine Burg­an­la­ge des 11. Jahr­hun­derts. Gra­bungs­vor­be­richt. Mit­teil. Dt. Ges. Arch. Mit­tel­al­ter u. Neu­zeit 20, 2008, 77–86.
2007 Die hall­statt­zeit­li­che Besied­lung des Nörd­lin­ger Ries. In: J. Prammer/R. Sandner/C. Tap­pert (Hrsg.), Sied­lungs­dy­na­mik und Gesell­schaft [Kol­lo­qui­um Strau­bing 2006]. Son­derbd. Jah­res­ber. Strau­bing 3 (Strau­bing 2007) 11–23.
2007 „Sag mir, wo die Grä­ber sind“… Klei­ne Brand­grä­ber der Hall­statt­zeit und die sozia­le Pyra­mi­de. In: Peter Treb­sche, Ines Bal­zer, Chris­tia­na Eggl, Julia Koch, Hans Nort­mann und Juli­an Wiet­hold (Hrsg.), Die unte­ren Zehn­tau­send – auf der Suche nach den Unter­schich­ten der Eisen­zeit. Bei­trä­ge zur Tagung der AG Eisen­zeit in Xan­ten 2006. Beitr. Ur- und Früh­gesch. Mit­tel­eu­ro­pa 47 (Lan­gen­weiss­bach 2007) 19–30.
2007 mit Hans-Wil­helm Hei­ne, Der „Hei­den­wall“, eine Burg­an­la­ge des 11. Jahr­hun­derts – eine Ret­tungs­gra­bung als Bei­trag zur Olden­bur­ger Stadt­ge­schich­te – Ber. Denk­mal­pflg. Nie­der­sach­sen 2007/4, 118–124.
2007 mit J.K. Koch, Geschlech­ter­däm­me­rung in der Urge­schich­te? Rosa. Zeit­schr. Geschlech­ter­forsch. 35, 2007, 32–34.
2006 Metho­di­sche Über­le­gun­gen zur Res­sour­ce Boden. Arch. Infor­ma­tio­nen 28, 2005, 139–147.
2005 Vom Ren­tier­fleisch zum täg­lich Brot. Die Nut­zung eines Are­als im Tage­bau Cott­bus-Nord vom Spät­pa­läo­li­thi­kum bis zu Neu­zeit. Arch. Ber­lin Bran­den­burg 2004, 32 f.
2005 Von weib­li­chen Nadeln und männ­li­chen Pin­zet­ten. Mög­lich­kei­ten und Gren­zen der archäo­lo­gi­schen Geschlech­ter­for­schung. In: R. Karl/J. Les­ko­var (Hrsg.), Inter­pre­tier­te Eisen­zei­ten. Fall­stu­di­en, Metho­den, Theo­rien [Tagung Linz 2004] Stud. Kul­tur­gesch. Ober­ös­ter­reich 18 (Linz 2005) 91–100.
2005 Jagen und Sam­meln in den Dünen. Paläo­li­thi­sche und meso­li­thi­sche Fun­de im Tage­bau Cott­bus-Nord. Aus­gr. Nie­der­lau­sit­zer Braun­koh­len­re­vier 2004, 157–166.
2005 Auf schma­ler Grund­la­ge: Ein klei­nes Gewann mit Wöl­bä­ckern in der Gemar­kung Groß-Lies­kow bei Cott­bus. Ebd. 87–89.
2005 Eine Fibel der Völ­ker­wan­de­rungs­zeit aus dem Vor­feld des Tage­baus Cott­bus-Nord. Ebd. 105–107.
2002 Aus­gra­bun­gen in der mit­tel­al­ter­li­chen Burg- und Klos­ter­rui­ne Oybin. Arbeits- und For­schungs­ber. Säch­si­sche Boden­denk­mal­pfl. 44, 2002, 179–190.
2002 Zwei Her­ren­hö­fe und ein Brand­grä­ber­feld der Hall­statt­zeit aus Nörd­lin­gen-Bal­din­gen. Arch. Korrbl. 33, 2002, 561–673.
2001 mit St. Wirth, Hall­statt­zeit am Römer­weg. Neue vor­ge­schicht­li­che Fun­de aus Augs­burg-Gög­gin­gen. In: L. Bak­ker (Hrsg.), Sam­mel­band 2000. Augs­bur­ger Beitr. Arch. 3 (Augs­burg 2001) 9–25.
2000 Zwei Her­ren­hö­fe und ein Brand­grä­ber­feld der Hall­statt­zeit in Nörd­lin­gen-Bal­din­gen. Rie­ser Kul­tur­ta­ge 13, 2000, 201–220.
2000 Aus­gra­bun­gen in der Burg. Bur­gen und Schlös­ser 2000/3, 114–120.
1998 Zur Aus­wahl von Sied­lungs­plät­zen im Nörd­lin­ger Ries wäh­rend der Hall­statt­zeit. Arch. Aus­tria­ca 80, 1996, 197–200.
1997 Kai­ser, Mön­che und Maler. Aus­gra­bun­gen in der Burg Oybin. Arch. aktu­ell Sach­sen 6, 1998/99, 198–205.
1997 Aus­sicht, Was­ser und Böden – Zur Aus­wahl von Sied­lungs- und Bestat­tungs­plät­zen wäh­rend der Hall­statt­zeit im Nörd­lin­ger Ries. Rie­ser Kul­tur­ta­ge 11, 1996, 59–78.
1996 mit H. End­res, C. Frie­ser, H. Haß­mann u. D. Lan­ge, Neue Aus­gra­bun­gen in Crim­mit­schau. Von der Stadt­grün­dung bis in das Indus­trie­zeit­al­ter. Arch. aktu­ell Sach­sen 4, 1996, 139–148.

Besprechungen

2007 Bespre­chung: J. Mül­ler, Alter und Geschlecht in ur- und früh­ge­schicht­li­chen Gesell­schaf­ten. Arch. Infor­ma­tio­nen 29, 2006, 189–192.
2005 Th. Knopf, Kon­ti­nui­tät und Dis­kon­ti­nui­tät in der Archäo­lo­gie. Bon­ner Jahr­bü­cher 202/203, 2002/2003 (2005) 554–558.
2003 F. Kripp­ner, Vom Infer­no zur Kul­tur­land­schaft. Der prä­his­to­ri­sche Mensch im Nörd­lin­ger Ries. Arch. Infor­ma­tio­nen 25, 2002, 145–146.

 

Kontakt

c/o Muse­um Herx­heim
Unte­re Haupt­stra­ße 153
76863 Herx­heim

vorstand@femarc.deors
redaktion@femarc.der

Bankverbindung

Fem­Arc e.V., Spar­kas­se Han­no­ver
IBAN: DE36 2505 0180 0910 2955 65
BIC: SPKHDE2HXXX

Spen­den in jeder Höhe sind wich­tig für unse­re Arbeit und will­kom­men. Ger­ne stel­len wir eine Spen­den­be­schei­ni­gung aus.

Michaela Helmbrecht

Michaela Helmbrecht

Portrait Michaela Helmbrecht

Dr. Michaela Helmbrecht

Ich habe Vor- und Früh­ge­schich­te, Nor­di­sche Phi­lo­lo­gie und Anthro­po­lo­gie in Mün­chen, Ber­lin und Trom­sø stu­diert. Im Som­mer 2011 habe ich mei­ne Dok­tor­ar­beit „Wirk­mäch­ti­ge Kom­mu­ni­ka­ti­ons­me­di­en – Men­schen­bil­der der Ven­del- und Wikin­ger­zeit“ an der Uni­ver­si­tät Lund, Schwe­den, ver­tei­digt. Seit 2013 bin ich als frei­be­ruf­li­che Archäo­lo­gin in den Berei­chen Aus­stel­lun­gen, Lek­to­rat und Wis­sen­schaft tätig. Mei­ne For­schungs­schwer­punk­te lie­gen auf der Früh­ge­schich­te Skan­di­na­vi­ens (Ven­del- und Wikin­ger­zeit) und dem früh­mit­tel­al­ter­li­chen Süd­deutsch­land. Dabei inter­es­siert mich vor allem das Ver­hält­nis von Schrift­quel­len, Bild­quel­len und Sach­kul­tur zuein­an­der.

 

Kontakt

c/o Muse­um Herx­heim
Unte­re Haupt­stra­ße 153
76863 Herx­heim

vorstand@femarc.deors
redaktion@femarc.der

Bankverbindung

Fem­Arc e.V., Spar­kas­se Han­no­ver
IBAN: DE36 2505 0180 0910 2955 65
BIC: SPKHDE2HXXX

Spen­den in jeder Höhe sind wich­tig für unse­re Arbeit und will­kom­men. Ger­ne stel­len wir eine Spen­den­be­schei­ni­gung aus.

Melanie Janßen-Kim

Melanie Janßen-Kim

Portrait Michaela Helmbrecht

Dr. Melanie Janßen-Kim

Ich habe Vor- und Früh­ge­schicht­li­che Archäo­lo­gie, Sino­lo­gie und Ost­asia­ti­sche Kunst­ge­schich­te in Bonn und Hang­zhou stu­diert. The­ma mei­ner Dis­ser­ta­ti­on war die Bron­ze­zeit in Korea (https://bonndoc.ulb.uni-bonn.de/xmlui/handle/20.500.11811/8164). Mei­ne For­schungs­schwer­punk­te sind inter­kul­tu­rel­le Ver­glei­che und frü­he Bron­ze­zeit. Seit 2007 bin ich Mit­frau und seit neu­es­tem auch Edi­tio­nä­rin.

 

Kontakt

c/o Muse­um Herx­heim
Unte­re Haupt­stra­ße 153
76863 Herx­heim

vorstand@femarc.deors
redaktion@femarc.der

Bankverbindung

Fem­Arc e.V., Spar­kas­se Han­no­ver
IBAN: DE36 2505 0180 0910 2955 65
BIC: SPKHDE2HXXX

Spen­den in jeder Höhe sind wich­tig für unse­re Arbeit und will­kom­men. Ger­ne stel­len wir eine Spen­den­be­schei­ni­gung aus.

2024 Bochum: CFP: Geschlechter und ihre Körper – Tagung der AG Geschlechterforschung

Call for Papers – Tagung AG Geschlechterforschung

Geschlechter und ihre Körper

NWVA-Verbandstagung in Bochum
07.10.- 11.10.2024

Die bio­lo­gi­schen Kör­per von Men­schen sind und waren zen­tral in Debat­ten um die Geschlech­ter, nicht nur inner­halb der Archäo­lo­gie. Geprägt von tra­di­tio­nel­len, bür­ger­li­chen Geschlech­ter­kon­zep­ten hat die deutsch­spra­chi­ge Archäo­lo­gie lan­ge Zeit bio­lo­gi­sche Unter­schie­de binär auf­ge­fasst. Sie wur­den zudem als allei­ni­ge Ursa­che für beob­ach­te­te Unter­schie­de zwi­schen Frau­en und Män­ner, ihrem Ver­hal­ten, ihren Iden­ti­tä­ten, ihrer Selbst- und Fremd­dar­stel­lung gese­hen. Geschlech­ter außer­halb die­ser binä­ren Wahr­neh­mung wur­den so gut wie gar nicht the­ma­ti­siert.
Mit der Ent­wick­lung der archäo­lo­gi­schen Geschlech­ter­for­schung etwa seit den 1990er Jah­ren hielt die Unter­schei­dung zwi­schen bio­lo­gi­schem und sozia­lem Geschlecht Ein­zug in die deutsch­spra­chi­ge archäo­lo­gi­sche Dis­kus­si­on, bei oft wei­ter­hin binär ver­stan­de­nen bio­lo­gi­schen Geschlech­tern. Erst unter dem Ein­fluss der Theo­rien J. But­lers und der que­er stu­dies wur­den die kör­per­li­che Viel­falt und die Unab­hän­gig­keit von Iden­ti­tä­ten und sozia­ler Rol­len von der Bio­lo­gie the­ma­ti­siert. Die Über­win­dung binä­rer Auf­fas­sun­gen von Geschlecht ist auch heu­te noch ein wich­ti­ges The­ma. Gleich­zei­tig wur­den in den ver­gan­ge­nen etwa 20 Jah­ren ver­mehrt die viel­fäl­ti­gen Ein­flüs­se von Lebens­be­din­gun­gen, Tätig­kei­ten und sozia­len Rol­len auf die bio­lo­gi­schen Kör­per und umge­kehrt die Nut­zung von Kör­pern für die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Iden­ti­tät nach außen beleuch­tet. Die Zusam­men­hän­ge zwi­schen bio­lo­gi­schem Kör­per, Geschlech­ter­iden­ti­tät und Geschlech­ter­rol­le wer­den dabei ganz unter­schied­lich auf­ge­fasst.
Nicht zuletzt ver­ste­hen wir auch immer mehr den Ein­fluss unse­rer eige­nen kul­tu­rel­len Prä­gun­gen auf unse­ren Vor- und Dar­stel­lun­gen von vor- und früh­ge­schicht­li­chen Kör­pern.
In der Sit­zung der AG wol­len wir einen Über­blick über den aktu­el­len Stand der viel­fäl­ti­gen Debat­ten rund um Geschlech­ter und bio­lo­gi­sche Kör­per in der Archäo­lo­gie gewin­nen. Dabei kön­nen u.a. fol­gen­de Fra­gen im Fokus von Bei­trä­gen ste­hen:

  • An wel­chen Kör­per­merk­ma­len wird Geschlecht in unter­schied­li­chen Kul­tu­ren und Zei­ten fest­ge­macht? Herr­schen dabei binä­re Vor­stel­lung vor, wird eine Viel­falt von Geschlech­tern ange­nom­men oder ein Kon­ti­nu­um? Und wie lässt sich dies mit archäo­lo­gi­schen Quel­len erschlie­ßen?
  • Wie wirkt sich geschlech­ter­spe­zi­fi­sche Arbeits­tei­lung auf die bio­lo­gi­schen Kör­per aus und wie ist sie mit ande­ren sozia­len und bio­lo­gi­schen Fak­to­ren ver­schränkt?
  • Wie kön­nen geschlech­ter­spe­zi­fi­sche Ernäh­rung und ihre bio­lo­gi­schen Aus­wir­kun­gen nach­ge­wie­sen wer­den?
  • Las­sen sich Spu­ren geschlech­ter­spe­zi­fi­scher Medi­zin nach­wei­sen? Oder geschlech­ter­spe­zi­fi­sche Modi­fi­ka­tio­nen des Kör­pers?
  • Wel­che neu­en Erkennt­nis­se zu geschlechts­spe­zi­fi­schem Umgang mit den Kör­pern Ver­stor­be­ner in Bestat­tungs­ri­tua­len gibt es?
  • Wie wer­den kör­per­li­che Unter­schie­de in prä­his­to­ri­schen Kul­tu­ren bild­lich dar­ge­stellt? Kön­nen wir geschlech­ter­spe­zi­fi­sche Kör­pe­ridea­le sol­cher Kul­tu­ren erken­nen?
  • Wel­che Rol­le spielt die tra­di­tio­nel­le Auf­fas­sung, Geschlecht gehe rein vom Kör­per aus, inner­halb der Archäo­lo­gie aktu­ell?
  • Wie weit hat sich die dekon­struk­ti­ve Auf­fas­sung, dass Geschlech­ter von der Bio­lo­gie unab­hän­gig sind, durch­ge­setzt, wie anwend­bar ist sie für die Archäo­lo­gie und wie wird sie prak­tisch ange­wandt?
  • Wie wer­den kör­per­li­che Über­res­te abhän­gig vom bio­lo­gi­schen Geschlecht von uns heu­te wahr­ge­nom­men und beschrie­ben?
  • Wie stel­len wir heu­te die Kör­per von Men­schen der Urge­schich­te bild­lich dar?

Wir pla­nen Vor­trä­ge von jeweils 20 Minu­ten Län­ge und freu­en uns über Zusam­men­fas­sun­gen von ca. 250 bis 400 Wor­ten an AGGeschForsch2024@gmx.de. Abga­be­schluss ist der 31.03.2024.

Orga­ni­sa­ti­on: Jana Esther Fries, Cla­ra Schal­ler

 

Call for Papers als pdf-Datei: Down­load

 

Kontakt

c/o Muse­um Herx­heim
Unte­re Haupt­stra­ße 153
76863 Herx­heim

vorstand@femarc.deors
redaktion@femarc.der

Bankverbindung

Fem­Arc e.V., Spar­kas­se Han­no­ver
IBAN: DE36 2505 0180 0910 2955 65
BIC: SPKHDE2HXXX

Spen­den in jeder Höhe sind wich­tig für unse­re Arbeit und will­kom­men. Ger­ne stel­len wir eine Spen­den­be­schei­ni­gung aus.

2024 Bochum: Gender-Innovationen? Geschlechter- und feministische Perspektiven in den Sozial- und Geisteswissenschaften

Gender-Innovationen? Geschlechter- und feministische Perspektiven in den Sozial- und Geisteswissenschaften

Ruhr-Universität Bochum, 25.–26. April 2024
Expert*innenworkshop
Call for Papers, Bewerbungsschluss: 30.11.2023

Schenkt man den Selbst­be­schrei­bun­gen in der Frau­en- und Geschlech­ter­for­schung Glau­ben, so gehö­ren die Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten zu den Fächer­grup­pen, in denen femi­nis­ti­sche Ansät­ze und Geschlech­ter­per­spek­ti­ven den größ­ten Nie­der­schlag im Wis­sen­schafts­be­reich gefun­den haben, und auch die Geschlech­ter­gleich­stel­lung scheint in die­sen Fächer­grup­pen in allen Sta­tus­grup­pen ver­gleichs­wei­se kom­for­ta­bel zu sein. Als „Pro­blem­fä­cher“ in Bezug auf die Gleich­stel­lung und die Eta­blie­rung der Frau­en- und Geschlech­ter­for­schung gel­ten dem­nach die Natur- und Tech­nik­wis­sen­schaf­ten. Die­se Hal­tung wird auch in der Wis­sen­schafts- und Gleich­stel­lungs­po­li­tik ver­tre­ten, zuletzt in den vom Wis­sen­schafts­rat im Juli 2023 vor­ge­leg­ten „Emp­feh­lun­gen zur Wei­ter­ent­wick­lung der Geschlech­ter­for­schung in Deutsch­land“, und beein­flusst die Aus­rich­tung öffent­li­cher Pro­gram­me zur For­schungs- und Gleich­stel­lungs­för­de­rung. Im Rah­men die­ses Expert*innenworkshops soll fächer­ver­glei­chend dis­ku­tiert wer­den, wie weit die Ent­wick­lung femi­nis­ti­scher Ansät­ze und Geschlech­ter­per­spek­ti­ven in den Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten im deutsch­spra­chi­gen Raum gedie­hen ist und inwie­fern femi­nis­ti­sche Ansät­ze und Geschlech­ter­per­spek­ti­ven in den betref­fen­den Dis­zi­pli­nen eta­bliert und aner­kannt sind.

Wir wün­schen uns Bei­trags­vor­schlä­ge unter ande­rem zu den fol­gen­den Fra­gen:

  • Wie erfolg­reich ist die femi­nis­ti­sche Kri­tik dar­in gewe­sen, das Wis­sen, das in den sozi­al- und geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen als auto­ri­ta­tiv und exzel­lent gilt, nach­hal­tig zu ver­än­dern, ja, zu trans­for­mie­ren? Wie und von wem wur­den bzw. wer­den die­se Erfol­ge erreicht? In wel­chen dis­zi­pli­nä­ren (Teil-)Bereichen sind femi­nis­ti­sche Per­spek­ti­ven Teil des Kanons und wie kommt es jeweils dazu? In wel­chen dis­zi­pli­nä­ren (Teil-)Bereichen konn­ten femi­nis­ti­sche Per­spek­ti­ven bis­her nicht Fuß fas­sen und wie ist dies zu erklä­ren?
  • Wie ver­su­chen die an femi­nis­ti­scher bzw. Frau­en- und Geschlech­ter­for­schung Inter­es­sier­ten in den Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten Ein­fluss auf die Epis­te­mo­lo­gien, Method(ologi)en und Inhal­te der jewei­li­gen Dis­zi­pli­nen zu neh­men? Wel­che Orga­ni­sa­ti­ons­for­men, z. B. Arbeits­grup­pen, Sek­tio­nen und Ver­ei­ne, und wel­che Medi­en, z. B. Tagun­gen, Publi­ka­tio­nen und Prei­se, wer­den hier­für (nicht) genutzt, und war­um (nicht)? Inwie­fern tre­ten bei der Orga­ni­sa­ti­ons­bil­dung Widerstände/Hindernisse auf bzw. könn­ten auf­tre­ten? Wel­che The­men wer­den dabei (bis­her nicht) gesetzt? Wie ist die jewei­li­ge Reso­nanz auf femi­nis­ti­sche Wissenschaftler*innen und ihre Orga­ni­sa­ti­ons­for­men in den betref­fen­den (Herkunfts-)Disziplinen zu erklä­ren?
  • Wie ist der Stand der Geschlech­ter­gleich­stel­lung in die­sen Dis­zi­pli­nen? Inwie­fern tra­gen die jewei­li­gen wis­sen­schaft­li­chen Fach­ge­sell­schaf­ten dazu bei, die Gleich­stel­lung in den Dis­zi­pli­nen zu för­dern und durch­zu­set­zen? Auf wel­che Reso­nanz tref­fen die Fach­ge­sell­schaf­ten dabei in den Dis­zi­pli­nen und außer­wis­sen­schaft­lich?
  • Wie steht es mit der Bezie­hung zwi­schen den in den sozi­al- und geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen vari­ie­ren­den Inte­gra­ti­ons­for­men und ‑gra­den femi­nis­ti­scher Per­spek­ti­ven und dem Fort­schritt der betref­fen­den Fach­wis­sen­schaf­ten in der Errei­chung von Gleich­stel­lungs­zie­len?
  • Wel­chen Ein­fluss hat in die­sen Dis­zi­pli­nen die (begrenz­te) Prä­senz von Frau­en und Frau­en- und Geschlech­ter­for­schung in den Schlüs­sel­be­rei­chen der For­schung auf die Mög­lich­kei­ten, sozia­len und poli­ti­schen Wan­del zu ana­ly­sie­ren? Wie ant­wor­ten die Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten selbst auf den sozia­len und poli­ti­schen Wan­del in den Geschlech­ter­ver­hält­nis­sen und den Bedarf an geschlech­ter­in­for­mier­tem Wis­sen außer­halb des Wis­sen­schafts­sys­tems?
  • Gibt es Beson­der­hei­ten in den jewei­li­gen sozi­al- und geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Dis­zi­pli­nen im Hin­blick auf die genann­ten Fra­gen und wie las­sen sich die­se erklä­ren?

Ziel­set­zung des geplan­ten Work­shops in hybri­der Form ist es, die­se und angren­zen­de Fra­gen mit Expert*innen zu erör­tern. Dabei soll eine Bestands­auf­nah­me in Bezug auf den Sta­tus der geschlech­ter­be­zo­ge­nen Ana­ly­sen und femi­nis­ti­schen For­schung in ver­schie­de­nen Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten erar­bei­tet wer­den. Der Work­shop soll so einen Raum für Refle­xio­nen eröff­nen, wie die Geschlech­ter- und femi­nis­ti­sche For­schung die­se Dis­zi­pli­nen berei­chert oder geschärft hat. Des Wei­te­ren sol­len mög­li­che For­schungs­de­si­de­ra­te und Hand­lungs­be­dar­fe aus­ge­lo­tet wer­den.

Will­kom­men sind theo­re­ti­sche und empi­ri­sche Bei­trags­vor­schlä­ge zu und aus allen Dis­zi­pli­nen der Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten. Beson­de­re Auf­merk­sam­keit soll jedoch der Sozio­lo­gie, der Poli­tik­wis­sen­schaft, der Geschichts­wis­sen­schaft, der Phi­lo­so­phie sowie den Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten zukom­men. Denk­bar sind z. B. Fall­stu­di­en, Bei­trä­ge zu aktu­el­len epis­te­mo­lo­gi­schen und method(olog)ischen Fra­gen, Über­le­gun­gen zur For­schungs­pra­xis und zur Orga­ni­sa­ti­on der Dis­zi­pli­nen. Beson­ders begrüßt wer­den Bei­trä­ge, die sich auf die fach­wis­sen­schaft­li­che Ebe­ne der Wis­sen­schafts­theo­rie/-kri­tik, Inhal­te, Cur­ri­cu­la, Lehr- und Ein­füh­rungs­bü­cher, Publi­ka­tio­nen u. a. m. bezie­hen, sowie Bei­trä­ge, die sich mit der dis­zi­pli­nen­po­li­ti­schen Ebe­ne der Eta­blie­rung eige­ner Arbeits­grup­pen, Sek­tio­nen bzw. Ver­ei­ne von Frau­en* bzw. zu femi­nis­ti­schen Per­spek­ti­ven in den wis­sen­schaft­li­chen Fach­ge­sell­schaf­ten und außer­halb die­ser befas­sen. Wir freu­en uns bspw. aber auch über Bei­trä­ge zum Stand der Gleich­stel­lung und zur Gleich­stel­lungs­po­li­tik in allen Sta­tus­grup­pen der im Fokus ste­hen­den Fächer­grup­pen und über Bei­trä­ge, die fach­wis­sen­schaft­li­che und ‑poli­ti­sche Aspek­te ver­knüp­fen oder etwa auf den sozia­len und poli­ti­schen Ein­fluss femi­nis­ti­scher Per­spek­ti­ven in den Fach­wis­sen­schaf­ten ein­ge­hen. Die Bei­trä­ge kön­nen ein­zel­ne Dis­zi­pli­nen oder Teil­be­rei­che von Dis­zi­pli­nen behan­deln aber auch fächer(gruppen) ver­glei­chend ange­legt sein.

Wir laden alle inter­es­sier­ten Wissenschaftler*innen herz­lich ein, ein Abs­tract zum geplan­ten Bei­trag (mit Infor­ma­tio­nen zu Gegen­stand, Fra­ge­stel­lung, Ziel­set­zung und mög­li­cher Struk­tur des Bei­trags) im Umfang von 3.000 bis 5.000 Zei­chen bis zum 30. Novem­ber 2023 an Prof. Dr. Hei­ke Kah­lert (conference-sozsug@rub.de) als Word- oder PDF-Datei ein­zu­rei­chen. Das Abs­tract soll auch eine Kurz­bio­gra­phie im Umfang von maxi­mal 10 bis 12 Zei­len und voll­stän­di­ge Kon­takt­da­ten (Name, akademische/r Titel, insti­tu­tio­nel­le Zuge­hö­rig­keit, Post­adres­se, Tele­fon­num­mer und E‑Mail-Adres­se) ent­hal­ten. Bit­te geben Sie auch an, ob Sie in Prä­senz oder digi­tal am Work­shop teil­neh­men möch­ten. Eine Rück­mel­dung zu Annah­me oder Ableh­nung Ihres Bei­trags­vor­schlags erfolgt bis Mit­te Janu­ar 2024. Aus­ge­wähl­te Bei­trä­ge sol­len publi­ziert wer­den.

Der Expert*innenworkshop fin­det im Rah­men des For­schungs­pro­jekts „Gen­der-Inno­va­tio­nen in den Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten: Orga­ni­sa­tio­nen und Leh­re im Fokus (Gen­der-Inno­va­tio­nen)“ statt. Am Bei­spiel der Fächer Sozio­lo­gie, Poli­tik­wis­sen­schaft, Wirt­schafts­wis­sen­schaf­ten, Geschichts­wis­sen­schaft und Phi­lo­so­phie wird in dem Pro­jekt her­aus­ge­ar­bei­tet, inwie­fern die Bei­trä­ge von Frau­en und ihre wis­sen­schaft­li­chen Leis­tun­gen und Poten­zia­le in Ver­bin­dung mit Gen­der als The­ma und Erkennt­nis­ka­te­go­rie in den Sozi­al- und Geis­tes­wis­sen­schaf­ten berück­sich­tigt wer­den und wel­che Aner­ken­nung sie hier­für bis­her erfah­ren. Das For­schungs­vor­ha­ben „Gen­der-Inno­va­tio­nen“ wird von 2023 bis 2026 aus Mit­teln des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Bil­dung und For­schung (BMBF) geför­dert und unter der Lei­tung von Prof. Dr. Hei­ke Kah­lert von Susan­na Booth und Lisa Chris­ti­ne Wackers am Lehr­stuhl für Soziologie/Soziale Ungleich­heit und Geschlecht der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum bear­bei­tet.

Nähe­re Infor­ma­tio­nen unter: www.gender-innovationen.de.

Kontakt

c/o Muse­um Herx­heim
Unte­re Haupt­stra­ße 153
76863 Herx­heim

vorstand@femarc.deors
redaktion@femarc.der

Bankverbindung

Fem­Arc e.V., Spar­kas­se Han­no­ver
IBAN: DE36 2505 0180 0910 2955 65
BIC: SPKHDE2HXXX

Spen­den in jeder Höhe sind wich­tig für unse­re Arbeit und will­kom­men. Ger­ne stel­len wir eine Spen­den­be­schei­ni­gung aus.