Situation archäologisch arbeitender Frauen Mai 2020

Situation archäologisch arbeitender Frauen Mai 2020

Situation archäologisch arbeitender Frauen Mai 2020

Autorin: Fem­Arc-Redak­ti­on, Datum: 05.05.2020

 

Vor etwas mehr als 2 Mona­ten, Mit­te März 2020, wur­den in Deutsch­land im Zuge der Maß­nah­men, die zur Ver­lang­sa­mung der Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus Sars-CoV‑2 und der Krank­heit Covid-19 getrof­fen wur­den, umfang­rei­che Kon­takt­be­schrän­kun­gen ein­ge­führt. Es wur­den Kin­der­gär­ten, Schu­len und Uni­ver­si­tä­ten geschlos­sen, Biblio­the­ken und Muse­en waren nicht mehr zugäng­lich, und es wur­de, wo mög­lich, Arbeit von zu Hau­se bzw. „home office“ emp­foh­len. Vie­le Berei­che des kul­tu­rel­len Lebens haben sich ins Vir­tu­el­le ver­la­gert – so auch z.B. Ange­bo­te von Muse­en und Biblio­the­ken. Uni­ver­si­tä­re Leh­re fin­det im aktu­el­len Som­mer­se­mes­ter v.a. im digi­ta­len Raum statt. Tagun­gen und Kon­fe­ren­zen wer­den abge­sagt oder eben­falls vir­tu­ell abge­hal­ten. Kurz­um, die Maß­nah­men zur Ver­lang­sa­mung der Aus­brei­tung des Coro­na­vi­rus Sars-CoV‑2 und der Krank­heit Covid-19 betref­fen zum einen vie­le Tätig­keits­be­rei­che von Archäolog*innen, zum ande­ren haben sich die Rah­men­be­din­gun­gen für archäo­lo­gi­sche Arbeit und der All­tag für die in der Archäo­lo­gie Täti­gen stark ver­än­dert.

Um die­se Ver­än­de­run­gen und die Aus­wir­kun­gen auf die Mit­frau­en zu doku­men­tie­ren, haben wir über die Fem­Arc-Mai­ling­lis­te dar­um gebe­ten, auf einer vir­tu­el­len Pinn­wand auf Flinga.fi Kom­men­ta­re zur aktu­el­len Situa­ti­on zu hin­ter­las­sen. Ins­ge­samt sind hier 24 Kom­men­ta­re ein­ge­gan­gen: Die­se kön­nen im ver­link­ten Screen­shot auf der Pinn­wand ein­ge­se­hen wer­den.

Zur bes­se­ren Les­bar­keit sind die­se im Fol­gen­den aber auch noch ein­mal abge­tippt:

„Mir fehlt der täg­li­che wiss. Aus­tausch über Lite­ra­tur, Vor­trä­ge, neue Fun­de – wis­sen­schaft­li­che Ein­sam­keit pur.“

„Einer­seits fehlt mir der per­sön­li­che wis­sen­schaft­li­che Aus­tausch (im Insti­tut, durch Kon­fe­ren­zen etc.), ande­rer­seits durch die vie­len digi­ta­len Ange­bo­te kann ich Vor­trä­ge wahr­neh­men, die ich sonst nie hören wür­de.“

„Das Team ist im Home­of­fice, immer nur eine*r im Büro: Ohne per­sön­li­che Begeg­nung ist Kom­mu­ni­ka­ti­on viel umständ­li­cher und anfäl­li­ger für Miss­ver­ständ­nis­se. Wir haben uns extra Aus­tausch­run­den ein­ge­baut, in denen auch Per­sön­li­ches erzählt wird. Trotz­dem ver­mis­sen wir den Kon­takt.“

„Mei­ne Kolleg*innen taten sich schwer mit vir­tu­el­len Dienst­be­spre­chun­gen – Fol­ge: abge­schnit­ten vom Pro­jekt­team, jede*r arbei­tet für sich, bekommt im Home-Office nichts mehr mit.“

„Beruf­li­che Kon­tak­te wur­den in den ers­ten Wochen per­sön­li­cher, wir haben am Tele­fon auch mal jen­seits des Dienst­li­chen gequatscht.“

„Home­Of­fice will gelernt sein – ohne ver­stärk­te Kom­mu­ni­ka­ti­on geht das nicht. Und schon gar nicht mit unbe­treu­ten Kin­dern (unter 12 J.).“

„Home Office und Home Schoo­ling mit­ein­an­der zu kom­bi­nie­ren ist gar nicht so leicht.“

„Wir schlep­pen uns durch die 10. Woche ohne Kita. Home­of­fice wür­de theo­re­tisch funk­tio­nie­ren, aber wenn die Kin­der zu Hau­se sind, kann immer nur ein Eltern­teil mehr oder weni­ger effek­tiv arbei­ten.“

„Jeden Tag für die Fami­lie eine Mahl­zeit kochen, ist frau gar nicht mehr gewöhnt – wie war das in der Vor­ge­schich­te? Ich kann sehr gut nach­voll­zie­hen, wenn es immer wie­der den glei­chen Ein­topf gab.“

„Auf vir­tu­el­le Muse­ums­füh­run­gen habe ich echt kein Bock momen­tan – gestress­ten Kolleg*innen bei der Arbeit zuse­hen? wo sind gera­de deren Kin­der?“

„Als Gra­bungs­lei­te­rin habe ich ein­fach wei­ter­ge­ar­bei­tet. Das größ­te Pro­blem ist der Trans­port der Gra­bungs­mann­schaft, da nun mehr Fahr­zeu­ge zur Ver­fü­gung gestellt wer­den müs­sen. Hin­sicht­lich mei­ner 10-jäh­ri­gen Toch­ter ist der Spa­gat zwi­schen Home­schoo­ling und Arbeit kräf­te­zeh­rend. Die man­geln­de Per­spek­ti­ve ist zer­mür­bend.“

„Mein befris­te­ter Voll­zeit­ver­trag bis Okt. wur­de auf mei­nen Vor­schlag hin hal­biert – so habe ich jetzt einen befris­ten Teil­zeit­ver­trag bis Feb. 2021. Weni­ger Geld, aber auch ein paar Mona­te weni­ger finan­zi­el­le Sor­gen. Die zuge­hö­ri­ge vor­zu­be­rei­ten­de Aus­stel­lung wur­de im März gleich nach dem Shut­down auf 2022 (statt 2021) ver­scho­ben. Klar arbei­te ich auch ganz­tags, wenn ein­zel­ne Fris­ten es erfor­dern.“

„Als Frei­be­ruf­le­rin fal­len mir Auf­trä­ge weg. Staat­li­che Hil­fen sind, trotz voll­mun­di­ger Ankün­di­gun­gen, schwer zu errei­chen. Das frus­triert, finan­zi­el­le Sor­gen blo­ckie­ren die jetzt eigent­lich beson­ders gefrag­te Krea­ti­vi­tät.“

„Als Frei­be­ruf­le­rin mit Man­gel an Auf­trä­gen habe ich jetzt end­lich Zeit, ehren­amt­li­che Pro­jek­te vor­an­zu­trei­ben, die lan­ge lie­gen­ge­blie­ben waren.“

„Die Biblio­theks­si­tua­ti­on ist t.w. sehr belas­tend (v.a. für die Ein­sicht von Mono­gra­phien), ande­rer­seits wur­den vie­le digi­ta­le Zugän­ge mög­lich gemacht. So konn­te ich in der Coro­na-Zeit ein­fa­cher an Arti­kel her­an­kom­men, die ich sonst in ver­schie­de­nen Biblio­the­ken hät­te müh­sam zusam­men­su­chen müs­sen.“

„Als Studentin/gerade am Ver­fas­sen mei­ner Abschluss­ar­beit fehlt mir beson­ders der unein­ge­schränk­te Biblio­theks­zu­gang und das infor­mel­le Netz­werk am Insti­tut. Die Zusam­men­ar­beit mit mei­nem Betreu­er funk­tio­niert gut, Pro­jek­te lau­fen auch wei­ter, die Mög­lich­keit im Som­mer archäo­lo­gisch zu gra­ben ist teil­wei­se weg­ge­fal­len, bzw ein­ge­schränkt mög­lich. Zum Glück ver­fü­ge ich über gute tech­ni­sche Aus­stat­tung (Monitor/Laptop), die das Arbei­ten erleich­tern.“

„Die Biblio­the­ken und Archi­ve wur­den von einem Tag auf den ande­ren geschlos­sen. Für mein Aus­stel­lungs­pro­jekt (geplan­te Fer­tig­stel­lung Ende Juni) bedeu­te­te das Ein­schrän­kung der Recher­che­mög­lich­kei­ten. Mein Arbeits­ver­trag kann wg. aus­lau­fen­der Dritt­mit­tel aber nicht ver­län­gert wer­den. Also wer­de ich im Juli unbe­zahlt das Pro­jekt zu Ende brin­gen.“

„Leh­re an der Uni: Eini­ge Stu­die­ren­de berich­ten von einer digi­ta­len ‚Erschöp­fung‘. Jeden Tag auf den Moni­tor bli­cken, macht wohl mür­be.“

„Digi­ta­le Leh­re hat Vor- und Nach­tei­le. Eini­ge fin­den VL & SE (bei­des als Video mit Audio­text) sehr gut, da sie so immer zurück­spu­len und sich bestimm­te Inhal­te noch­mal anhö­ren und ver­tie­fen kön­nen. Vie­le füh­len aber kei­nen Zwang, sich Woche für Woche mit den Inhal­ten dann aus­ein­an­der­zu­set­zen. Etwa 1/3 der Stu­die­ren­den lädt der­zeit die Sachen nicht run­ter.“

„Für mich ist der Auf­wand für digi­ta­le LV wesent­lich höher, wofür es kei­ne offi­zi­el­len Ent­las­tun­gen bis­her gibt. Auf­grund der Nicht­ver­gü­tung (unbe­zahl­ter Lehr­auf­trag) ist die Moti­va­ti­on natür­lich nicht immer so hoch.“

„Im Semi­nar: Grup­pen­ar­beit klappt, trotz der poten­zi­el­len Fle­xi­bi­li­tät, mal mehr und mal weni­ger gut. Durch den aus­schließ­lich digi­ta­len Kon­takt auch der Stu­die­ren­den haben eini­ge Pro­ble­me, ihre Grup­pen­mit­glie­der zu errei­chen. Somit bleibt die Arbeit t.w. wie­der nur an den Flei­ßi­gen hän­gen.“

„Digi­ta­les Som­mer­se­mes­ter 2020: Per­sön­li­cher Kon­takt zu Stu­die­ren­den fehlt. Läuft tech­nisch und inhalt­lich aber erstaun­lich gut.“

„Befris­tet ange­stellt, bleibt nichts anders übrig, als das gefor­der­te Lehr­de­pu­tat in die­sem Semes­ter zu erbrin­gen, auch wenn es viel mehr Auf­wand ist als in einem ‚nor­ma­len‘ Semes­ter. Ich kann die Leh­re nicht – wie unbe­fris­tet ange­stell­te Kolleg*innen – im kom­men­den Semes­ter nach­ho­len.“

„Prak­tisch alle Tagun­gen fal­len die­ses Jahr aus. Die Kon­tak­te und der wis­sen­schaft­li­che Input dadurch feh­len. Dafür ist nun Zeit für Publi­ka­tio­nen. Die Arbeit dar­an ist eine ange­neh­me Abwechs­lung, die ich mir auch gön­ne, um das unge­lieb­te Home­of­fice zu über­ste­hen.“

 

Nach­trag: Nach dem 30.5. wur­de noch ein wei­te­rer Ein­trag auf der Pinn­wand hin­zu­ge­fügt

„Nach sechs Jah­ren, die ich dar­an saß, habe ich wäh­rend des Lock­downs ENDLICH mei­ne Dis­ser­ta­ti­on abge­schlos­sen und sie letz­te Woche digi­tal ein­ge­reicht.“

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Neue Redaktion – Was haben wir vor, was wollt Ihr lesen?

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Autorin: Fem­Arc-Redak­ti­on, Datum: 26.04.2020

 

Lie­be Lese­rin­nen und Leser, lie­be Mit­frau­en,

 viel­leicht habt Ihr es im Pro­to­koll des Netz­werktref­fen Anfang März in Kiel gele­sen: Zwei von drei Kol­le­gin­nen, die bis­lang den Blog inhalt­lich koor­di­niert haben, sind aus­ge­schie­den. Des­halb haben Cla­ra Schal­ler und Jana Fries es über­nom­men, zusam­men mit dem ver­blei­ben­den Mit­glied Kers­tin Kowa­rik den Blog des Netz­wer­kes zu betreu­en.

Wir haben uns bespro­chen, was wir uns für den Blog wün­schen und was uns leist­bar erscheint, sie­he unten. Wir wür­den uns aber vor allem freu­en, wenn es aus dem Kreis der Leser*innen Anre­gun­gen gäbe, was hier gepos­tet wer­den soll, wen wir wegen eines Bei­tra­ges anspre­chen könn­ten, wel­che The­men für Euch von Inter­es­se wären. The­men­wün­sche sind uns am liebs­ten, wenn sie gleich mit einem Vor­schlag für ein*en Autor*in ein­her­ge­hen.

Vor­schlä­ge und Anre­gun­gen schickt bit­te an fol­gen­de Adres­se: redaktion@femarc.de

Hier schon ein­mal unse­re bis­he­ri­gen Ideen, lasst uns gern wis­sen, was Ihr davon hal­tet:

Bei­trä­ge zu ein­zel­nen Archäo­lo­gin­nen, gern zu deren Geburts­tag oder Todes­tag. Wen hal­tet Ihr hier für beson­ders loh­nens­wert, ob bekann­te oder eher unbe­kannt For­sche­rin? Wen wür­det Ihr ger­ne durch einen Ein­trag geehrt sehen oder über wen wür­det Ihr gern mehr erfah­ren? Habt Ihr eine inter­es­san­te Archäo­lo­gin ent­deckt, über die noch nicht viel bekannt ist oder die für bestimm­te Fra­gen exem­pla­risch sein kann?

Nütz­lich scheint uns eine – über­schau­ba­re – Lis­te mit Grund­la­gen­li­te­ra­tur. Geschlech­ter­the­men in der Archäo­lo­gie sind kom­plex, es ist nicht ganz ein­fach, hier einen Ein­stieg zu fin­den. Da wäre eine Lis­te gut les­ba­rer Publi­ka­tio­nen, die das wich­tigs­te ver­ständ­lich ver­mit­telt, nütz­lich.

Ein ande­rer Wunsch reicht aus unse­rer Sicht für eine gan­ze Bei­trags­se­rie aus: Die Ideen, Zie­le und Grund­an­nah­men hin­ter dem Netz­werk und der archäo­lo­gi­schen Geschlech­ter­for­schung sol­len in les­ba­ren Abschnit­ten dar­ge­stellt wer­den. Hier könn­te u.a. das geplan­te Tref­fen des Netz­wer­kes zur Stand­ort­be­stim­mung im Okto­ber wich­tig wer­den, denn dort wol­len wir ja noch­mals grund­sätz­lich nach­den­ken, was unse­re gemein­sa­men Zie­le, Über­zeu­gun­gen und Metho­den sind.

Und schließ­lich sol­len die Akti­vi­tä­ten und Ergeb­nis­se von zwei Grup­pen zum The­ma sexu­el­ler Beläs­ti­gung auf Gra­bun­gen vor­ge­stellt wer­den.

Wir freu­en uns auf Eure Anre­gun­gen

Die Blog-Redak­ti­on 

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Europeana: Frauen in der Geschichte

Europeana: Frauen in der Geschichte

Autorin: Gise­la Schul­te-Dorn­berg, Datum: 06.04.2020

 

Schön zum Stö­bern: Aus­stel­lun­gen und High­lights zu Frau­en in der Geschich­te bei Euro­pea­na

https://www.europeana.eu/de/womens-history 

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Situation archäologisch arbeitender Frauen Mai 2020

2020 Kiel: Bericht zum Arbeitswochenende in Kiel

Bericht zum Arbeitswochenende in Kiel

Autorin­nen: Cla­ra Schal­ler und Julia Hoch­hol­zer, Datum: 27.03.2020

 

Pas­send zum Inter­na­tio­na­len Frau­en­tag am 8.3.2020 tra­fen sich Mit­frau­en des Fem­Arc – Netz­werk archäo­lo­gisch arbei­ten­der Frau­en e.V. gemein­sam mit inter­es­sier­ten Frau­en zu einem Arbeits­wo­chen­en­de in Kiel.

Die ers­ten Mit­frau­en und Gäs­tin­nen fan­den sich bereits am Frei­tag, den 6.3, zu einem gemein­sa­men Abend­essen und Come Tog­e­ther ein. Der Sams­tag begann in der Medi­zin- und Phar­ma­zie­his­to­ri­schen Samm­lung der Uni­ver­si­tät Kiel. Dabei wur­de die Grup­pe von der Muse­ums­lei­te­rin Eva Fuhry durch die Son­der­aus­stel­lung „Wer­te statt Wor­te? Zur Ent­wick­lung der medi­zi­ni­schen Dia­gnos­tik“ geführt. Die Aus­stel­lung zeigt anhand medi­zi­ni­scher Gerä­te und Gegen­stän­de, wie sich die Dia­gnos­tik und dabei auch der Umgang mit Patient*innen im Lauf der Zeit gewan­delt hat. Kaum ver­än­dert zu heu­te haben sich die Expo­na­te im ers­ten Stock des Gebäu­des. Dort kann man in der Dau­er­aus­stel­lung zwei Apo­the­ken und deren Ein­rich­tun­gen genau­er unter die Lupe neh­men. Sehr inter­es­sant war dabei, die Arbeits­räu­me und die Tätig­kei­ten eines*einer Apotheker*in erklärt zu bekom­men.

Nach­mit­tags fand das Tref­fen der Edi­ti­ons­frau­en statt. Hier wur­den über die drei noch in die­sem Jahr erschei­nen­den bzw. in Druck gehen­den Bän­de der Fem­Arc-Rei­he „Frau­en – For­schung – Archäo­lo­gie“ gespro­chen und zukünf­ti­ge Bän­de geplant.

Im Rah­men des Inter­na­tio­na­len Frau­en­tags brach­te arte einen Bei­trag zu „Geschlech­ter­kon­flikt – Frau­en­bil­der der Geschich­te“, der am Sams­tag zum ers­ten Mal aus­ge­strahlt wur­de. Da Julia K. Koch dazu inter­viewt wor­den war, wur­de als Abend­pro­gramm gemein­sam der Bei­trag ange­schaut. Nach­dem danach sehr leb­haft über die Umset­zung des The­mas und die ent­spre­chen­den Sequen­zen im Bei­trag dis­ku­tiert wor­den war, traf man sich zu einem gemein­sa­men Abend­essen.

Am Sonn­tag, den 8.3., fand schließ­lich die Mit­frau­en­ver­samm­lung statt, die Julia K. Koch lei­te­te. Nach einem Bericht über die Finan­zen und der Ent­las­tung des Vor­stan­des folg­te ein Bericht aus der Blog­re­dak­ti­on. Die Edi­ti­ons­frau­en und die Orga­ni­sa­to­rin­nen des Work­shops zur Zukunfts­dis­kus­si­on berich­te­ten über die Ergeb­nis­se der jewei­li­gen Sit­zun­gen am Sams­tag und stell­ten die­se zur Dis­kus­si­on. Vor­ge­stellt und dis­ku­tiert wur­de auch der netz­werk­in­ter­ne Work­shop zur Stand­ort­be­stim­mung und Stra­te­gie­pla­nung von Fem­Arc vom 2. bis 4. Okto­ber 2020 in Nürn­berg, der von Jana Fries, Doris Guts­miedl-Schüm­ann und Michae­la Helm­brecht orga­ni­siert wird. Zudem wur­de „Geschlecht macht Arbeit!“ als das The­ma der Jubi­lä­ums­ta­gung in Linz im Okto­ber 2021 beschlos­sen. Bei der Wahl der Edi­ti­ons­frau­en wur­den die bis­he­ri­gen Edi­tio­nä­rin­nen bestä­tigt, neu dazu kommt Kat­ja Win­ger.

Aus­führ­lich und lan­ge wur­den die Ergeb­nis­se der Umfra­ge zu sexu­el­ler Beläs­ti­gung in der Archäo­lo­gie von Mit­frau Sarah Gon­scho­rek bespro­chen. Dabei wur­de von vie­len Sei­ten der durch­aus drin­gen­de Hand­lungs­be­darf zu die­sem The­ma betont und schließ­lich mit eini­gen Lösungs­vor­schlä­gen behan­delt. Romy Plath und Ricar­da Liedt­ke, zwei Stu­den­tin­nen der Uni Kiel, stell­ten dabei eine Inter­net­sei­te des DASV vor, wo sich Betrof­fe­ne anonym mel­den kön­nen.

Nach einer kur­zen Dis­kus­si­on über die Wahr­neh­mung von Fem­Arc in Euro­pa und über mög­li­che Wer­be­maß­nah­men auf Tagun­gen und Kon­fe­ren­zen in die­sem Jahr schlug Doris Guts­miedl-Schüm­ann zuletzt auch vor, einen Fem­Arc-Preis für Abschluss­ar­bei­ten im Gebiet der archäo­lo­gi­schen Geschlech­ter­for­schung ein­zu­rich­ten.

Am frü­hen Nach­mit­tag mach­ten sich die Mit­frau­en mit reich­lich Pro­vi­ant und Ideen für das kom­men­de Jahr auf den Heim­weg.

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Geschlechterkonflikte in der Vorgeschichte

Geschlechterkonflikte in der Vorgeschichte

Autorin­nen: Michae­la Helm­brecht und Julia K. Koch, Datum: 19.03.2020

 

Das Bild der Archäo­lo­gie und der in der Archäo­lo­gie Täti­gen wird in der deutsch­spra­chi­gen Öffent­lich­keit auch wesent­lich von TV-For­ma­ten wie Terra‑X mit­be­stimmt. Daher ist es erfreu­lich, dass die ZDF-Redak­ti­on auf das The­ma Gen­der auf­merk­sam gewor­den ist. Fem­Arc-Mit­frau Julia K. Koch hat sich der Auf­ga­be gestellt, für eine Fern­seh­do­ku­men­ta­ti­on zum The­ma Rede und Ant­wort zu ste­hen. Der Bogen wird gezo­gen von dem Jagd­ver­hal­ten alt­stein­zeit­li­cher Grup­pen über die Unter­ord­nung der Frau­en in der Bron­ze­zeit bis hin zu der Wikin­ger­krie­ge­rin aus Bir­ka, in dem noch wei­te­re Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen zur Spra­che kom­men. Ins­ge­samt wird die Viel­falt an archäo­lo­gi­schen Metho­den und Inter­pre­ta­tio­nen gezeigt, die mit dem Per­spek­tiv­wech­sel in der aktu­el­len For­schung ein­her­geht. Die etwa ein­stün­di­ge Sen­dung, die am 07.03.2020 auf arte aus­ge­strahlt wur­de und im Juni dann im ZDF in der Rei­he Ter­ra X zu sehen sein wird, trägt den Titel „Geschlech­ter­kon­flikt – Frau­en­bil­der der Geschich­te“. Sie kann hier abge­ru­fen wer­den (bis zum 5. April 2020):

https://www.arte.tv/de/videos/086935–000‑A/geschlechterkonflikt-frauenbilder-der-geschichte/

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Situation archäologisch arbeitender Frauen Mai 2020

Rezension: Julia K. Koch/Wiebke Kirleis (Hrsg.), Gender Transformations in Prehistoric and Archaic Societies. Scales of Transformation in Prehistoric and Archaic Societies 6

Rezension: Julia K. Koch/Wiebke Kirleis (Hrsg.), Gender Transformations in Prehistoric and Archaic Societies. Scales of Transformation in Prehistoric and Archaic Societies 6 (Leiden 2019)

Autorin: Kat­ja Win­ger, Datum: 19.03.2020

Sides­tone Press, 500 S., Abb. tlw. far­big

 Erfreu­li­cher­wei­se wid­me­te sich der the­ma­tisch recht weit gefass­te Kie­ler SFB 1266 „Sca­les of Trans­for­ma­ti­on – Human-Envi­ron­men­tal Inter­ac­tion in Pre­his­to­ric and Archaic Socie­ties“ mit einer Tagung im März 2018 auch dem The­ma der Gen­der Trans­for­ma­ti­ons. Da sich zahl­rei­che Aspek­te mit die­sem Titel ver­bin­den las­sen, nah­men vie­le Kolleg*innen die Ein­la­dung nach Kiel an, um ihre aktu­el­len Pro­jek­te vor­zu­stel­len. Aus den Bei­trä­gen die­ser Ver­an­stal­tung ist nun in bemer­kens­wert kur­zer Zeit als sechs­ter Band der Rei­he des SFB ein Tagungs­band in eng­li­scher Spra­che her­vor­ge­gan­gen. Obwohl die Vor­trä­ge von Bir­te Ahrens/Christiane Fran­ken, John Robb/Oliver Har­ris, Bri­na Škvor Jer­ne­jčič, Katha­ri­na Rebay-Salis­bu­ry, Ree­na Persch­ke und Bea­ta Kacz­ma­rek kei­nen Ein­gang in die Publi­ka­ti­on fan­den, ist die Band­brei­te der The­men pas­send zum SFB enorm. Die an die Ein­lei­tung der Her­aus­ge­be­rin­nen anschlie­ßen­den 25 Bei­trä­ge wur­den von 30 Kolleg*innen aus 16 Län­dern ver­fasst, wobei sich die unter­schied­li­chen For­schungs­stän­de der Gen­der Stu­dies in den ein­zel­nen Län­dern gele­gent­lich zei­gen. Lei­der bedien­ten sich die Autor*innen auch unter­schied­li­cher Arbeits­wei­sen, sodass die natur­wis­sen­schaft­li­che Zitier­wei­se zwar vor­herrscht, jedoch eini­ge Bei­trä­ge über 80 Fuß­no­ten ent­hal­ten.

Die Bei­trä­ge des Tagungs­ban­des sind in die Kapi­tel 1 Gen­de­ring fieldwork, 2 Tra­cing gen­der trans­for­ma­ti­ons (2.1 In metho­do­lo­gy, 2.2 In buri­als, 2.3 In cul­tu­ral land­scapes, 2.4 In ritu­al and art), Gen­de­ring and sha­ping the envi­ron­mentunter­teilt, was der Ori­en­tie­rung inner­halb des Ban­des zugu­te­kommt. Das ers­te Kapi­tel umfasst vier Bei­trä­ge und reflek­tiert Geschlech­ter­rol­len wäh­rend der archäo­lo­gi­schen Feld­ar­beit. Als Fall­bei­spie­le wer­den die Gra­bun­gen auf dem Athe­ner Keramei­kos (Jut­ta Stro­szeck) sowie die por­tu­gie­si­sche Feld­ar­beit der 1960er und 70er Jah­re (Ana Cris­ti­na Mar­tins) vor­ge­stellt, bevor die Bedeu­tung von Gra­bungs­prak­ti­ka inner­halb der deut­schen BA-Stu­di­en­gän­ge kri­tisch unter­sucht wird (Doris Guts­miedl-Schüm­ann). Der anschlie­ßen­de Bei­trag von Jana Esther Fries wid­met sich der öffent­li­chen Wahr­neh­mung und geschlechts­spe­zi­fi­schen Reprä­sen­ta­ti­on von Archäolog*innen in den ver­schie­de­nen Medi­en. Das zwei­te Kapi­tel ent­hält mit Abstand die meis­ten Bei­trä­ge, wes­halb es sinn­voll in vier Unter­ka­pi­tel geteilt wur­de. Die ers­ten drei Bei­trä­ge befas­sen sich mit metho­di­schen Fra­ge­stel­lun­gen auf der Suche nach Umwand­lun­gen von Geschlech­ter­be­zie­hun­gen (Gen­der Trans­for­ma­ti­ons). Als Ers­tes macht Marie Loui­se Stig Søren­sen anhand von Bei­spie­len aus der Bron­ze­zeit deut­lich, wie sich Trans­for­ma­tio­nen aus archäo­lo­gi­scher Sicht dar­stel­len. Johan­na Kranz­büh­ler dis­ku­tiert die Gren­zen der Bestim­mung von sex und gen­der durch Anthro­po­lo­gie und Archäo­lo­gie. Dar­auf folgt der Bei­trag von Nils Mül­ler-Schee­ßel, wel­cher sich auf­grund feh­len­der Daten zu den bei der Tagung vor­ge­stell­ten Befun­den aus Vrá­b­le inhalt­lich vom Tagungs­vor­trag unter­schei­det und sich auf einer über­ge­ord­ne­ten Ebe­ne den Geschlech­ter­rol­len der Lini­en­band­ke­ra­mik wid­met. Die sie­ben unter Kapi­tel 2.2 zusam­men­ge­fass­ten Bei­trä­ge suchen nach Gen­der Trans­for­ma­ti­ons in Grä­bern. Hier­bei han­delt es sich wenig über­ra­schend um das Kapi­tel mit den meis­ten Bei­trä­gen, da die Grä­ber­ar­chäo­lo­gie mit der Suche nach hori­zon­ta­len Sozi­al­struk­tu­ren nach wie vor einen wich­ti­gen Teil der gen­der stu­dies bil­det. Bedau­er­li­cher­wei­se fällt gera­de in die­sem Kapi­tel auf, dass die archäo­lo­gi­schen Fun­de und Befun­de unter­schied­lich kri­tisch als Abbild der Lebens­wirk­lich­keit gese­hen wer­den. Die behan­del­ten Bei­spie­le rei­chen vom euro­päi­schen Meso­li­thi­kum bis Mit­tel­neo­li­thi­kum (Danie­la Nord­holz), über das Mit­tel- und Spät­neo­li­thi­kum in Ungarn (Alex­an­dra Anders/Emese Gyön­gy­vér Nagy), das Äneo­li­thi­kum Zen­tral­eu­ro­pas und Mit­tel­asi­ens (Jan Turek), die Bron­ze­zeit Kasach­stans (Emma R. Usmanova/Mariana K. Lach­ko­va) und des Urals (Nata­lia Ber­sen­eva), die mit­tel­eu­ro­päi­sche Spät­bron­ze- und Früh­ei­sen­zeit (Caro­li­ne Tré­meaud) bis zu den Sky­then und Kal­mü­cken (Maria Ochir-Gory­ae­va). Die unter­schied­li­chen metho­di­schen und theo­re­ti­schen Hin­ter­grün­de der ein­zel­nen Autor*innen sor­gen für ein sehr hete­ro­ge­nes Gesamt­bild die­ses Unter­ka­pi­tels. Anders als zu erwar­ten schließt sich kein Kapi­tel zu „Gen­der Trans­for­ma­ti­ons in sett­le­ments“ an. Die­ses Man­ko lässt sich auf die Vor­trags­an­mel­dun­gen und Publi­ka­ti­ons­be­reit­schaft zurück­füh­ren und wird hof­fent­lich zukünf­tig besei­tigt wer­den – wenn­gleich es abseh­bar auch kei­nen Tagungs­band der Ses­si­on „Raum und Geschlecht“ der AG Geschlech­ter­for­schung (Würz­burg 2019) geben wird. Das sich anschlie­ßen­de Unter­ka­pi­tel 2.3 beschäf­tigt sich mit Gen­der Trans­for­ma­ti­ons in Kul­tur­land­schaf­ten, wobei die bei­den Fall­bei­spie­le (Ilo­na Ven­der­bos und Chris­ti­an Heitz) aus der frü­hen Eisen­zeit Ita­li­ens stam­men und somit chro­no­lo­gisch und topo­gra­fisch rela­tiv nah bei­ein­an­der­lie­gen. Das Kapi­tel 2.4 wid­met sich schließ­lich den Umwand­lun­gen von Geschlech­ter­rol­len in Ritu­al und Kunst, wobei die ers­ten Bei­trä­ge (Nata­lia Mykhai­l­o­va und Andy Rey­mann) sich auf unter­schied­li­che Wei­se dem Phä­no­men der „Scha­ma­nen­grä­ber“ nähern. Aysel Ars­lan dis­ku­tiert am Bei­spiel ana­to­li­scher Figu­ri­nen die Funk­ti­on von Geschlechts­zu­schrei­bun­gen durch moder­ne Betrach­ter. Der letz­te Bei­trag die­ses Kapi­tels (Vir­gi­nie Def­en­te) stellt die Bedeu­tung email­lier­ter Objek­te für die Bestat­tungs­ge­mein­schaft des früh­latène­zeit­li­chen Grä­ber­felds Gäu­fel­den-Nebrin­gen dar, indem die Ergeb­nis­se der archäo­lo­gi­schen Unter­su­chun­gen mit anthro­po­lo­gi­schen Daten und DNA-Unter­su­chun­gen kon­tex­tua­li­siert wer­den. Das drit­te Kapi­tel umfasst fünf Bei­trä­ge und beginnt mit einer kur­zen Ein­lei­tung zu Geschlecht und Umwelt (Julia Katha­ri­na Koch/Oliver Nako­inz), wel­che aus der Kick-Off-Dis­kus­si­on wäh­rend der Tagung her­vor­ge­gan­gen ist. Danach dis­ku­tie­ren drei ira­ni­sche Kolleg*innen (Rou­hol­lah You­se­fi Zoshk/Saeed Baghizadeh/Donya Ete­ma­di­far) geschlechts­be­zo­ge­ne Arbeits­tei­lung anhand pro­to-ela­mi­ti­scher Tex­te, bevor Anne Augereau sich eben­falls mit gen­der und Arbeits­tei­lung – aller­dings für das Früh- und Mit­tel­neo­li­thi­kum des Pari­ser Beckens – aus­ein­an­der­setzt. Im nächs­ten Bei­trag beleuch­tet Wieb­ke Kir­leis mit archäo­bo­ta­ni­schen, archäo­lo­gi­schen und eth­no­gra­fi­schen Metho­den den schein­ba­ren Gegen­satz von Hor­ti- und Agri­kul­tur im Neo­li­thi­kum. Der Band schließt mit der Vor­stel­lung räum­li­cher Kon­zep­te und ihrer Bedeu­tung für die Geschlech­ter am Bei­spiel chal­ko­li­ti­scher Archi­tek­tur der Ibe­ri­schen Halb­in­sel (Ana Mar­ga­ri­da Vale) und dem Ver­zeich­nis der Autoren. Auf­grund der nicht vor­han­de­nen Syn­the­se emp­fiehlt es sich, am Ende noch ein­mal die Ein­lei­tung der bei­den Her­aus­ge­be­rin­nen zur Hand zu neh­men, um den Wert die­ses Ban­des voll zu erfas­sen.Zusam­men­fas­send han­delt es sich beim vor­ge­stell­ten Tagungs­band um eine in chro­no­lo­gi­scher, topo­gra­fi­scher aber auch metho­di­scher Hin­sicht sehr abwechs­lungs­rei­che Zusam­men­schau aktu­el­ler Pro­jek­te sowohl jun­ger als auch lan­ge eta­blier­ter Kolleg*innen. Die­se wird hof­fent­lich nicht nur der Sicht­bar­ma­chung neu­es­ter For­schun­gen zu geschlech­ter­be­zo­ge­nen The­men der Archäo­lo­gie die­nen, son­dern bie­tet auch zahl­rei­che Ansät­ze für zukünf­ti­ge For­schun­gen. Die Abfas­sung des kom­plet­ten Ban­des in eng­li­scher Spra­che wird sicher­lich nicht nur zu einer gro­ßen Reich­wei­te der Publi­ka­ti­on bei­tra­gen, son­dern auch hel­fen, den im Band immer wie­der bemerk­ba­ren unter­schied­li­chen For­schungs­stand – ins­be­son­de­re zu theo­re­ti­schen Fra­gen – in den nächs­ten Jah­ren zu nivel­lie­ren.

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